Firmenwagen Gehaltsumwandlung
Früher oder später muss ein Unternehmen über eine Gehaltserhöhung für manche Mitarbeiter nachdenken, gerade dann, wenn diese sich ohne Einschränkungen einsetzen und eine wundervolle Arbeit abliefern. Eine Gehaltserhöhung würde dem Unternehmen jedoch unter Umständen teuer zu stehen kommen, denn schließlich handelt es sich hierbei nicht nur um eine Erhöhung des Bruttogehalts, sondern mithin auch um höhere Arbeitgeberanteile bei den Sozialabgaben, sprich die Nebenkosten des Arbeitsverhältnisses erhöhen sich ebenfalls. Dies möchte man als Unternehmen natürlich meiden.
Um dennoch dem Mitarbeiter entgegenzukommen und einen gewissen Anreiz zu geben, sich weiterhin spitzenmäßig für das Unternehmen einzusetzen, kann man als Unternehmen auf die Stellung eines Firmenwagens in Form der Gehaltsumwandlung zurückgreifen.
Mit dieser Form der Mitarbeitermotivation fallen für das Unternehmen keine weiteren Kosten an, der Arbeitnehmer hingegen spart letztendlich an Kosten und erhält so „indirekt“ eine angemessene Lohnerhöhung.
Wenn ein Mitarbeiter ein Privatfahrzeug nutzt, zahlt er hierfür nicht nur eine etwaige Leasing- oder Kreditrate, sondern auch Steuern und Versicherungsbeiträge sowie letztendlich die anfallenden Spritkosten. Damit geht ein großer Teil des monatlichen Gehalts verloren.
Bei der Gehaltsumwandlung stellt das Unternehmen dem Mitarbeiter einen Firmenwagen zur Verfügung, den dieser jedoch unter vergünstigten Methoden an das Unternehmen in Form eines Abzugs vom Gehalt zurückzuzahlen hat. Hierbei zahlt der Mitarbeiter also eine bestimmte ausgerechnete Summe vom Bruttogehalt an das Unternehmen zurück. In dieser Summe sind Steuerbeträge und Versicherungsbeiträge enthalten, sodass der Arbeitnehmer hier keine weiteren Kosten zu tragen hat. Lediglich die Spritkosten hat er selbst zu bezahlen. Aufgrund der Tatsache, dass diese „Rate“ vom Bruttogehalt abgezogen wird, vermindert sich auch der zu versteuernde Betrag in der Gehaltsabrechnung. Umgerechnet auf das Nettogehalt vermindert sich also die entsprechende Rate.
Aufgrund der Tatsache, dass der Arbeitnehmer hier ebenfalls etwaige Kosten spart, die er im Normalfall selbst zu begleichen hätte, entsteht im Grunde eine andere Form der Gehaltsabrechnung. Im Schnitt bleibt dem Arbeitnehmer also mehr Geld im Monat übrig.
