Die Bürgermeisterin Ursula Kwasny aus Grevenbroich möchte durchsetzen, dass Reklame auf Dienstwagen erlaubt wird. Dadurch könnte die Stadtkasse aufgebessert werden und Unternehmen erhalten einen lukrativen Platz, um Werbung für sich zu machen.
Bisher gehören RWE und BMW zu den Namen, über die für die Zulassung auf den Dienstwagen der Bürgermeisterin spekuliert wird. Auf der Seite der Stadtbusse in Grevenbroich sind bereits Werbeanzeigen über die Stadt selbst zu sehen. Die FDP stellte einen Antrag auf die Zulassung von Geldeinnahmen durch Reklame am Wagen. Dieser wurde jedoch abgewiesen. Ob es möglich ist, auf diese Weise Geld einzunehmen, ist daher unklar. Der Grund dafür besteht in den Rückgabebedingungen der Leasing-Unternehmen, über diese die Stadt ihre Fahrzeuge bezieht. Sie besagen, dass alle Autos ohne Aufkleber und Lackschäden zurückgegeben werden müssen. Für Aufwendungen, die der Beseitigung der Mängel dienen, muss die Stadt zahlen. Diese Bedingung stellt nun einen entscheidenden Punkt für die Werbemaßnahme dar. Der Dezernent Claus Ropertz aus Grevenbroich hält die Idee für grundlegend gut, dennoch sprechen finanzielle Vorbehalte dagegen.
Ändern soll das die Vertragsprüfung für die kommende Anschaffung von Leasingfahrzeugen. Ein Abwägen der Einnahmen gegenüber den Kosten ist nötig, um grünes Licht für die Stadt zu erzielen. In einer Testphase könne nach Ropertz die Idee geprüft werden. Werbung darf allerdings nicht auftreten, wenn die Fahrzeuge im Sinne der Repräsentation bei öffentlichen Veranstaltungen vorfahren. Daher entfällt die Möglichkeit, den Dienstwagen der Bürgermeisterin als Reklametafel zu nutzen. In anderen Kommunen gibt es bereits die Möglichkeit der Werbemaßnahmen auf Privatfahrzeugen. Hier erhält ein Umweltschutzprojekt die Gewinne aus den Einnahmen, die bis zu 2.000 Euro betragen.